Doktoranden-Workshop in Dortmund am 03. und 04.06.2019

Der DoktorandInnen-Workshop in Dortmund (03./04.06.2019) sollte die Nachwuchswissenschaftler an die unterschiedlichen Programme der Drittmittelbeantragung heranführen. Die meisten Teilnehmer hatten bereits Erfahrung als Beteiligte in einem Beantragungsprozess. Vielen war jedoch die Förderlandschaft und die Abläufe in den einzelnen Förderverfahren intransparent.

Der erste Tag begann mit der Vorstellung der Fördermöglichkeiten des BMBF und BMWi durch Herr Dr. Selami von der VDI/VDE-IT GmbH, Projektträger für das BMBF und BMWi. Dabei wurde auf die Besonderheiten der Förderung durch die Bundesministerien unter Einbindung der Projektträger hingewiesen. Anders als z.B. in den Förderverfahren der DFG ist ein Forschungsprojekt hier meist einem thematischen Schwerpunkt zugeordnet, welcher sich aus der jeweiligen Strategie der Regierung und des Ministeriums ableitet. Es wurde auf die wichtigsten Dokumente und ihre Systematik in diesem Kontext hingewiesen. Als weiterer Unterschied zur Grundlagenforschung binden BMBF und BMWi-Vorhaben auch Industrie bzw. gesellschaftliche Partner ein. Herr Dr. Selami zeigte, wie die einzelnen Aufgaben der Partner ineinandergreifen können und betonte die Bedeutung des Verwertungsplans für den Projektantrag.




Der zweite Input am Montag kam von Frau Prof. Kern-Isberner von der TU Dortmund. Forschungsanträge sind häufig sehr dicht geschrieben und als Autor steht man vor der Frage, wie man den begrenzten Platz sinnvoll ausnutzen soll. Zunächst sollte sich der Antragsteller bewusst werden, wer sein Zielpublikum ist und welche Kernidee er mit dem Antrag transportieren will. Davon ausgehend sollten dann alle Argumente und Referenzen gewählt werden. Weiterhin wurde auf die Aufteilung des Antrags eingegangen und betont, welche Bedeutung das Arbeitsprogramm im Vergleich zum Stand der Forschung hat und wie beide Teile ineinandergreifen.




Den Abschluss des ersten Tages bildete dann eine Stadiontour im nahegelegenen Signal-Iduna-Park. Dabei konnten die TeilnehmerInnen einen Blick hinter die Kulissen des größten Stations in Deutschland werfen und einmal auf den Umkleideplätzen der Stars des BVB platz nehmen.

Am zweiten Workshop-Tag standen die Fördermöglichkeiten der DFG im Fokus. Prof. Oliver Wolf von der Ruhr-Universität Bochum und Fachkollegiat bei der DFG gab einen Einblick in die unterschiedlichen Programme, begonnen von einfacher Beihilfe für Auslandsaufenthalte über Sachbeihilfen bis zu größeren Verbünden wie Forschungsgruppen, Schwerpunktprogrammen und Sonderforschungsbereichen. Auch die wissenschaftliche Karriereentwicklung in den Emmy-Noether- und Heisenberg-Programmen wurde erläutert. Neben den Fördermöglichkeiten wurde auch ein Einblick in die Begutachtung gegeben und dargestellt, wie man als Antragsteller erfolgreich sein kann.