FADEp - Intentionales Vergessen und Änderungen in Arbeitsprozessen: Ein prozesskonditional-orientierter Ansatz im Verwaltungs- und IT Kontext

2016 - 2020: FADE - kognitiv-informatische Methoden des Vergessens
2020 - 2023: FADEp - Intentionales Vergessen und Änderungen in Arbeitsprozessen

Worum geht es in diesem Projekt?

Als Menschen leben wir von Routinen - auch bei der Arbeit. Doch das Vergessen der alten Routinen und die Einrichtung neuer Routinen können notwendig sein, um Fortschritte zu erzielen. Es ist daher nicht überraschend, dass die sich rasch verändernden Arbeitsumgebungen von uns verlangen, bestehende Arbeitsroutinen und Arbeitsabläufe regelmäßig anzupassen. Vergessen und uns von den Routinen entfernen, die wir kennen gelernt haben und gewohnt sind, kann schwierig und kognitiv anstrengend sein.

Das FADEp-Projekt will untersuchen, wie wir bestehende Arbeitsroutinen und und Arbeitsabläufe verändern können, unter Beibehaltung der kognitiven Anstrengung, die mit einem Minimum von Chance Prozessen einher gehen. Um dies zu erreichen, werden wir eine gemeinsame Sichtweise anstreben, in einer Mischung aus logischen Methoden in der Anwendung mit plausibler Argumentation und Erkenntnissen der Kognitionspsychologie. Dabei streben wir die Entwicklung eines interdisziplinären Modells des intentionalen Vergessens an, das Methoden für formell begründete Empfehlungen für Veränderungsprozesse unter Berücksichtigung menschlicher kognitiver Prozesse des intentionalen Vergessens integriert.


Was sind die bisherigen Ergebnisse des Projektes?


Was sind weitere Ziele des Projektes?

Ziel ist die Bereitstellung eines formalen Rahmens für die Prozessanalyse und Simulation von Prozessänderungen, die das Vergessen als Hauptmethode benutzt, um Änderungen durchführen. Wir entwickeln ein neues, interdisziplinäres Modell des Vergessens für Prozesse, die Ergebnisse aus der Psychologie mit den Methoden der Informatik (z.B. Wissenskontraktion)verbindet, durch Weiterentwicklung unseres bestehenden Modell des Vergessens aus dem ersten Teil des Schwerpunktprogramms. Unser Modell des Vergessens für Prozesse wird als Software-Prototyp implementiert und evaluiert, im Rahmen des Kooperationspartners IT & Media Center (ITMC)
der Universität der TU Dortmund.


Wie können Organisationen die Ergebnisse nutzen?

Durch die Integration unseres kognitiven Informationsansatzes in ein bestehendes Knowledge
System, kann das System Änderungen für Prozesse empfehlen, um die Arbeitsbelastung, zum Beispiel in einem Helpdesk, zu verringern. Zu diesem Zweck simuliert das System mögliche Änderungen von Prozessen durch die Verwendung von Vergessensfunktionen und wählt die empfohlenen Änderungen aus und präsentiert sie dem Benutzer, als Hilfsmittel für laufende Change-Prozesse. Die Auswahl erfolgt unter der Prämisse, ob die Änderung die Arbeitsbelastung reduzieren könnte, z.B. durch redundante oder veraltete Prozesse.


Projektteam


Prof. Dr. Beierle, Christoph Fakultät für Mathematik und Informatik Antragsteller ResearchGate christoph.beierle@fernuni-hagen.de
Sauerwald, Kai, M. Sc. Fakultät für Mathematik und Informatik ORCID
ResearchGate
kai.sauerwald@fernuni-hagen.de

Prof. Dr. Kern-Isberner, Gabriele Fakultät für Informatik Antragstellerin ResearchGate gabriele.kern-isberner@cs.uni-dortmund.de
Howey, Diana, Dipl.-Biol., B. Sc. Fakultät für Informatik ResearchGate diana.howey@tu-dortmund.de


apl. Prof. Dr. Dr. Ragni, Marco Cognitive Computation Lab Antragsteller ORCID
Google Scholar
ragni@informatik.uni-freiburg.de
Brand, Daniel, M.Sc. Cognitive Computation Lab daniel.brand@cognition.uni-freiburg.de

Ehemalige Mitarbeiter/innen

Dames, Hannah ResearchGate
Google Scholar
Bock, Tanja ResearchGate
Friemann, Paulina ResearchGate
ORCID

Poster Phase 2 (2020 - 2023, aktuell)


Poster Phase 1 (2016-2019)


Links